Blatt- und Stängelanthraknose des Fenchels
Passalora puncta (Anamorph) Mycosphaerella anethi (Teleomorph)

Kulturen

Beschreibung

Passalora puncta zählt zu den Ascomycota. Die Ausbreitung des Phatogens wird durch kühle Nächte mit Tauwasserbildung, warme Tage mit Temperaturen um die 20°C und einer hohen Luftfeuchtigkeit von 98%, gefördert. Bei einer Infektion mit dem Pilz liegt der Erreger in dem Wirt latent vor und bricht je nach Standort- und Witterungsbedingungen unterschiedlich stark aus.

Bedrohung

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Typische Merkmale

Erste Symptome eines Pilzbefalls zeigen sich bereits bei Blühbeginn (Sommer) an allen Pflanzen im Bestand. Die Symptomausprägung beginnt an den unteren Blattetagen und schreitet bis zu den Dolden voran. Durch die Infektion mit dem Pilz vergilben und verbräunen die Blätter und sterben schließlich ab. Die Bildung von kleinen weißgrauen Konidienlagern (Sporenlager) findet an Blättern und Stängeln statt, wodurch das Erscheinungsbild befallener Blätter streifig wirkt. Durch den Verlust des photosynthetischen aktiven Gewebes kommt es zu einer Minderung der Biomasseproduktion und somit zu Ertragsverlusten.

Lebensweise, Entwicklung

Im August bis Oktober bildet der Erreger lange schwarze Sporenlager, welche vorwiegend auf den Doldenstielen zu finden sind, aus. Es handelt sich hierbei um die Hauptfruchtform, mit der er überwintert. Im April beginnt die Sporulation der Ascossporen aus den Pseudothecien (Fruchtkörper) der Hauptfruchtform. Diese Sporen keimen auf den Blättern des Fenchels und dringen über die Stomata in den Wirt ein. Im Sommer bildet er Konidienträger mit Konidien (Sporen). Diese werden mit dem Wind oder Regen verbreitet. Die Überdauerung des Pilzes erfolgt auf Pflanzenrückständen oder am Saatgut.

Schaden

Blatt- und Stängelanthraknose ist der wirtschaftlich wichtigste Schaderreger an Fenchel. Bei Auftreten der Krankheit ist mit hohen Ertragsausfällen zu rechnen, besonders im ökologischen Anbau.

Bekämpfung

Dieser Erreger wird über das Saatgut übertragen. Derzeit existieren keine resistenten Sorten. Eine weite Fruchtfolge wird empfohlen, unter Einbezug aller möglichen Wirtspflanzen wie z.B: Petersilie, Dill, uvm. Um ein schnelles Abtrocknen der Pflanzen nach Benetzung zu gewährleisten, empfiehlt es sich, große Pflanzenabstände einzuplanen. Der Einsatz von zugelassenen Fungiziden ist möglich.

Blatt- und Stängelanthraknose des Fenchels
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Die Blätter und Stängel verbräunen.

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An Blättern und Stängeln werden weiße Konidienlager gebildet.

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