Kohlhernie
Plasmodiophora brassicae

Kulturen

Beschreibung

Die Kohlhernie ist eine Fruchtfolgekrankheit. Für eine günstige Entwicklung des Schaderregers gelten niederschlagsreiche Gebiete und ein niedriger pH-Wert des Bodens.

Bedrohung

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Typische Merkmale

Befallene Pflanzen weisen ein geringes Wachstum und eine übermäßige Empfindlichkeit, gegenüber Hitze und Trockenheit, auf. Diese welken und es kommt zu Ertragseinbußen. Die photosynthetischen aktiven oberirdischen Pflanzenteile erscheinen blaugrün. Ältere Blätter einer befallenen Pflanze neigen zu vergilben. Der Pilz befällt die Hauptwurzel und die Seitenwurzeln. Hier sind Abnormitäten zu beobachten, wie Verdickungen und Wucherungen.
Bei Kraut kann es zusätzlich zu einer Hemmung der Kopfbildung kommen.
Karfiol neigt bei Befall zu einer verfrühten Blüte.

Lebensweise, Entwicklung

Die Überdauerung und Verbreitung des Pilzes erfolgt mittels Dauersporen. Die Verbreitung der Sporen findet durch Beregnungswasser, Erosion, Kompost, Saatgut, mechanische Verletzungen und Stallmist statt.

Schaden

Die Kohlhernie zählt weltweit zu den größten Problemen des Kohlanbaus. Großen Schaden richtet der Pilz vor allem bei Kohlpflanzen, Radies und Rettich an. Ertragsverluste können von wenigen dt/ha bis zu Totalausfällen reichen.

Bekämpfung

Eine direkte Bekämpfung erweist sich in der Praxis als schwierig. Da der Pilz bis zu 20 Jahre im Boden verweilen kann, wird, bei einer erneuten Auspflanzung von Kohl, zu einer Bodenentseuchung geraten. Durch die Ausbringung von Kalkstickstoff wird der pH-Wert des Bodens gehoben, um für den Pilz ungünstige Verhältnisse zu schaffen. Befallene Ernterückstände sollen vor dem Verrotten aus dem Boden entfernt werden. Es wird geraten, eine Anbaupause von 7 Jahren, bei Kohlhernie verseuchten Böden, einzuhalten. Bei der Auspflanzung ist einer resistenten Sorte, gegenüber einer nicht resistenten bez. toleranten Sorte, der Vorzug zu gewähren.

Kohlhernie
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Bei diesem Erreger handelt es sich um eine Fruchtfolgekrankheit.

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Infizierte Pflanzen sind empfindlich gegenüber Hitze und Trockenheit. An der Hauptwurzel und den Seitenwurzeln entwickeln sich Wucherungen.

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