Umfallkrankheit, Blattfleckenkrankheit oder Knollenfleckenkrankheit
Leptosphaeria maculans (Teleomorph) Phoma lingam (Anamorph)

Kulturen

Beschreibung

Bei der Umfallkrankheit handelt es sich um eine Pilzinfektion, welche Pflanzen aus der Familie der Kreuzblütler befällt. Sie ist weltweit verbreitet. Die Aggressivität des Pilzes variiert je nach Stamm. So führt eine Infektion des Pilzes mit einem aggressiveren Stamm und günstig vorherrschenden Witterungsbedingungen zu höheren Ernteverlusten.

Bedrohung

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Typische Merkmale

Fast erntereife Krautköpfe fallen um. Dies geschieht, auf den ersten Blick ohne ersichtliche Gründe. Bei genauerer Betrachtung der Pflanze findet man jedoch abgestorbene Wurzeln, schwarze Verfärbungen die den Stängel umfassen und einen vermorschten Strunkteil vor. Die oberirdischen Pflanzenteile weisen braune bis graue Läsionen und einen fleckenartigen Befall von schwarzen Strukturen, so genannte Pyknidien, auf. Bei für den Pilz günstigen Witterungsverhältnissen sind auf den Pyknidien amethystfarbene Sporenranken sichtbar. Die Blätter neigen zum Welken.
Phoma Blattflecken sind bei Chinakohl häufig und manchmal an Kraut vorzufinden.
An Kohlrabi entstehen bei einer Infektion mit dem Erreger braune Flecken mit schwarzen Konidien auf den Knollen. Diese weisen eine dunkelbraune bis schwarze Umrandung auf.
An Samenträgerkulturen ist der Pilz zusätzlich zu den oben erwähnten Symptomen auch an Blättern, jungen Trieben und Schoten zu finden.

Lebensweise, Entwicklung

Der Pilz wird mittels Saatgut, Wind, Regen, infizierten Pflanzenresten oder kontaminierten Geräten bzw. Ausrüstung verbreitet.

Schaden

Je nach Stärke des Befalls mit dem Pilz P. lingam kann es zu erheblichen Ertrags- und Qualitätseinbußen kommen. Rotkraut ist im Vergleich zu Weißkraut anfälliger gegenüber dem Erreger. Ein geringer Verseuchungsgrad des Saatgutes von nur 0,2% kann bereits zu enormen Ertragsverlusten führen.

Bekämpfung

Vorbeugend sind alle Ernterückstände unterzupflügen. Es sollte eine Anbaupause von drei bis vier Jahren eingehalten werden. Eine mechanische und chemische Behandlung gegen kreuzblütige Unkräuter ist zu empfehlen. Es ist darauf zu achten, dass gesundes Saatgut sowie widerstandsfähige Sorten verwendet werden. Der Bestand sollte nicht zu dicht angebaut werden. Samenträgerbestände sollen mit Fungizid vor einem Schotenbefall geschützt werden.

Umfallkrankheit,  Blattfleckenkrankheit oder Knollenfleckenkrankheit
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Das Schadbild zeigt schwarze Verfärbungen die den Stängel umfassen und einen vermorschten Strunkteil. Weiteres findet man abgestorbene Wurzeln vor.

Umfallkrankheit,  Blattfleckenkrankheit oder Knollenfleckenkrankheit
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Die Blätter zeigen braune bis graue Läsionen und einen fleckenartigen Befall von schwarzen Strukturen, so genannte Pyknidien,

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