Ramularia-Blattfleckenkrankheit
Ramularia rhei, R. beticola

Kulturen

Beschreibung

R. rhei ist der häufigste Pilz an Rhabarber. Er kann leicht mit einem Ascochyta rhei Befall verwechselt werden.
R. beticola ist zu finden an Mangold, Spinat, Kohlrübe und Rote Bete. Sehr ähnliche Symptome bildet Cercospora beticola aus. Häufig treten R. beticola und C. beticola gleichzeitig auf. Unterscheidbar sind beide voneinander nur anhand mikroskopischer Untersuchungen.
Der optimale Temperaturbereich für die Entwicklung von R. rhei und R. beticola liegt bei 18-20°C. Weiters benötigen beide Erreger eine hohe Luftfeuchtigkeit.

Bedrohung

3 / 10

Typische Merkmale

Blattoberseits entstehen bei einem Befall durch R. rhei unregelmäßige braun-graue Flecken mit rotem Rand. Die Infektion weitet sich auf den Stängel aus und verursacht eingesunkene, ovale und braune Flecken.
Befallene Blätter von R. beticola weisen unregelmäßige, weiße, runde bis eckige Flecken, mit einem Durchmesser von 5 - 20 mm, auf. Generell werden ältere Blätter von dem Pilz befallen. Die Läsionen können zusätzlich auch eine breite, braune bis rötliche Umrandung ausbilden. Das Innerste kann oft herausbrechen.

Lebensweise, Entwicklung

R. rhei bildet zur Verbreitung weiße Konidien aus, diese werden durch Wind und Wasserspritzer verteilt. Die Konidien keimen und dringen, mittels Keimschlauch durch die Stomata in die Pflanze ein.
Die Konidien von R. beticola entstehen auf Konidienträgern an Läsionen eines Blattes. Diese werden durch den Wind oder Wasserspritzer auf den Wirt übertragen.
Für beide Pilze gilt, dass eine Saatgutübertragung nicht ausgeschlossen werden kann. R. rhei und R. beticola überdaueren auf Pflanzenresten im Boden.

Schaden

Durch eine Infektion mit R. rhei sind meist keine Ertragseinbußen zu verzeichnen, da ein Auftreten des Pilzes hauptsächlich nach der Ernte erfolgt. Eine stärkere Anfälligkeit ergibt sich wenn ein Mangel an Spurenelementen (Kali, Magnesium) vorliegt. In seltenen Fällen breitet sich die Krankheit so rasant aus, so dass die Blattstängel noch vor der Ernte befallen werden. Dies kann zur vollständigen Entwertung der Ernteware führen.
R. beticola ist vor allem in kühleren Jahren mit feuchter Witterung anzutreffen. Befallene Blätter sterben ab und es kommt zu einem Neuaustrieb der Blätter. Darunter leidet die Qualität und der Ertrag des Erntegutes. Junge Pflanzen scheinen anfälliger zu sein als ältere.

Bekämpfung

Die Bekämpfung von R. rhei vor der Ernte ist meist nicht notwendig. Nach der Ernte wird zur einer Fungizidbehandlung geraten. Es kann im Vorfeld präventiv eine Unkrautbekämpfung, besonders wegen Ampfer-Arten, durchgeführt werden.
Bei einem Befall von R. beticola wird zur einer Unterpflügung des kontaminierten Pflanzenmaterials geraten. Der Anbau von resistenten oder toleranten Sorten hat sich hier bewährt.

Ramularia-Blattfleckenkrankheit
Klicken, zum Vergrößern

Dieser Erreger ist an Mangold, Spinat, Kohlrübe und Rote Bete zu finden.

Ramularia-Blattfleckenkrankheit
Klicken, zum Vergrößern

Erste Zeichen eines Befalls sind weiße, runde bis eckige Flecken an den Blättern der Wirtspflanzen. Das Zentrum dieser Läsionen kann herausbrechen.

Um die Präferenzen unserer Nutzer besser zu erkennen und diese Website optimal gestalten zu können, würden wir gerne Cookies verwenden. Detaillierte Informationen und wie Sie Ihre Einwilligung jederzeit widerrufen können, erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Name

etracker Cookies

Gültigkeit

24 Monate

Zweck und Inhalt

Webanalyse: Diese Cookies ermöglichen es uns Ihre Nutzung dieser Website zu analysieren, indem wir Ihrem Gerät eine einzigartige, zufällig generierte ID vergeben, mit der wir Ihr Gerät bei Ihrem nächsten Besuch wiedererkennen.
Anbieter: etracker GmbH

Einwilligung
Ja
Nein