Tomatenstängelfäule
Didymella lycopersici (Teleomorph), Phoma lycopersici (Anamorph)

Kulturen

Beschreibung

Dieser phytophatogener Pilz wird zu den Schlauchpilzen (Ascomycota) gezählt. Bei Temperaturen von 5°C bis 28°C sind Sporulation und Wachstum für den Pilz möglich. Das optimale Entwicklungsspektrum des Erregers liegt zw. 15°C und 20°C. Für eine erfolgreiche Sproulation benötigt der Pilz zusätzlich noch länger anhaltende Blattnässeperioden und eine hohe Luftfeuchtigkeit.

Bedrohung

7 / 10

Typische Merkmale

Die Tomatenstauden welken plötzlich und können vertrocknen. Am Stammgrund zeigt sich ein dunkler, eingesunkener Fleck. Zum Herbst hin können auch die oberen Stängelteile solche schwarzbraunen, eingesunkenen Flecken aufweisen. An diesen schwarzen Läsionen entstehen kleine schwarze Pünktchen, die Pyknidien bzw. Pseudothezien des Pilzes.
Gelegentlich zeigen auch die Früchte vom Stielansatz her einen großen, dunklen Faulfleck oder trocknen ein. Bei manchen Sorten sind mitunter auch mehrere Flecken vorhanden.

Lebensweise, Entwicklung

Eine Infektion erfolgt entweder durch das Pilzgeflecht, das sehr gut auf verrottenden, organischen Stoffen im Boden leben kann oder über Sporen, die bereits bei Temperaturen von 5 °C gebildet werden. Diese Sporen (Konidien und Ascosporen) werden durch Wind, Regen oder Wasserspritzer, innerhalb der Kultur, verteilt. Der Pilz kann entweder durch direkte Penetration oder durch Wunden in den Wirt eindringen. Der Erreger überdauert für mindestens zwei Jahr im Boden oder auf Pflanzenresten. Der Pilz kann auch durch den Samen übertragen werden.

Schaden

Die Krankheit tritt in unseren Breiten im Freiland und im Gewächshaus auf. An sandigen Standorten tretet der Erreger kaum in Erscheinung.

Bekämpfung

Da ein Wachstum des Pilzgeflechts bereits an der Oberfläche von Tomatenpfählen stattfindet, geht von diesen ein Infektionsrisiko aus. Diese sollten vor jeder Neuauspflanzung erneuert bzw. desinfiziert werden. Eine dreijährige Fruchtfolge wird empfohlen. Befallene Pflanzenreste und erkrankte Pflanzen vernichten. Nur gesundes Saatgut verwenden. Einsatz zugelassener Fungizide ist möglich.

Tomatenstängelfäule
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Die Stängel der Tomate weisen schwarzbraune, eingesunkene Flecken auf.

Tomatenstängelfäule
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An Früchten kann sich eine Fäule bilden. Diese zeigt sich in der Regel als ein großer, dunkler Fleck, welcher von Stielansatz weggeht.

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