Ascochyta spp.
Ascochyta rhei, A. cichorii, A. boltshauseri, A. fabae, A. pisi, A. rusticana, A. sojaceola, Phoma pinodella, Mycosphaerella pinodes u.a.

Kulturen

Beschreibung

Der Pilz tritt bei hoher Luftfeuchtigkeit in den Sommermonaten auf.

Bedrohung

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Typische Merkmale

Ascochyta rhei und Ascochyta cichorii werden auch als Ascochyta-Blattfleckenkrankheit bezeichnet.
Bei einem Befall mit dem Erreger A. rhei zeigt sich im Anfangsstadium auf den Blättern des Rhabarbers eine mosaikartige Veränderung. Im weiterem Verlauf der Krankheit fließen die Mosaikflecken zusammen und erscheinen rötlich bis braun. Meist sind die Flecken von einer roten Ringzone umgeben. Auf den Blattläsionen sind die Fruchtkörper, die Pyknidien des Pilzes, ersichtlich. Häufig bricht das vertrocknete Blattmaterial im Zentrum der Flecken heraus.
Bei einem Befall von A. cichorii an Zuckerhut bilden sich zuerst Blattoberseits runde graubraune Läsionen mit einem Umfang von 3 bis 20 mm. Blattunterseits weisen diese Flecken einen grauen Stich auf und grenzen sich mit einem dunkleren Rand von gesunden Gewebe ab.
A. boltshauseri tritt an Busch-, Stangen- und Feuerbohne auf. Man spricht hier von der Tüpfelkrankheit. Der Pilz befällt die Blätter und prägt dunkle braune Flecken, welche zusätzlich leicht in das Gewebe eingesunken sind, aus. Das Absterben des Blattes oder ganzer Blattpartien wird oft bei dieser Krankheit als Symptom beschrieben. Der Pilz entwickelt blattunterseits schwarze Tüpfel auf Stängeln und Hülsen aus. Die Hülsen können bei einem starken Befall verkrüppelt sein.
A. pisi, Mycosphaerella pinodes und P. pinodella verursachen alle drei die typischen Merkmale der Brennfleckenkrankheit. Sie können einzeln am Wirt vorkommen oder die Wirtspflanze zeigt eine Mischinfektion von zwei oder sogar allen drei Erregern. Auf den Hülsen der Erbsen entstehen durch A. pisi, Mycosphaerella pinodes oder P. pinodella zunächst kleinere, später dann größere Flecken. Die Flecken sind rundlicher als bei befallenen Bohnen und gehen bei starkem Auftreten oft ineinander über. Die in den Hülsen liegenden Samen verlieren ihre Keimfähigkeit oder treiben nur schwach aus.
A. rusticana verursacht Blattflecken an Kren.

Lebensweise, Entwicklung

Die Verbreitung erfolgt über Sporen, die in den Konidien gebildet werden. Der Erreger überdauert im Boden auf Pflanzenresten. Im Frühjahr infiziert der Pilz die bodennahen Blätter, auf denen die Sporen gebildet und die durch Wind und Regen verbreitet werden. Von A. boltshauseri ist bekannt dass dieser Erreger zusätzlich über den Samen verbreitet werden kann.

Schaden

Ein Befall von Ascochyta rhei tritt meistens erst nach der Ernte auf. Bei einem Befall durch Ascochyta rhei oder A. rusticana sind kaum mit Ertragseinbußen zu rechnen, daher hat diese Krankheit eine geringe wirtschaftliche Bedeutung.
Eine Infektion mit dem Erreger Ascochyta cichorii ist unbedenklich und es bedarf keiner Bekämpfung.
A. boltshauseri gewinnt in den letzten Jahren an Bedeutung. Ein Infektion mit dem Pilz kann zu erheblichen finanziellen Einbußen führen.
Die Gefahr eines Befalls von A. pisi ist vor allem bei langanhaltender feuchter Witterung erhöht. Befallenes Erntegut ist für die Konservenindustrie unbrauchbar.

Bekämpfung

Eine Bekämpfung vor der Ernte ist in den meisten Fällen nicht notwendig. Befallene Pflanzenteile entfernen und nicht kompostieren. Bei A. boltshauseri empfiehlt es sich gebeiztes Saatgut anzubauen. Außerdem ist eine Anbaupause von drei Jahren bei der Tüpfelkrankheit empfehlenswert.

Ascochyta spp.
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Dunkle eingesunkene Läsionen an der Hülse

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Brennflecken gehen ineinander über

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