Echter Mehltau an Cucurbitaceaen
Golovinomyces cichoracearum var. cichoracearum (=Erysiphe cichoracearum), Podosphaera fuliginea (=Sphaerotheca fuliginea)

Kulturen

Beschreibung

Bei dem weit verbreiteten pathogenen Schlauchpilzen der Art Golovinomyces cichoracearum var. cichoracearum und Podosphaera fuliginea handelt es sich um, obligat biotrophe, Ektoparasiten. Sie besitzen einen anamorphes (Nebenfruchtform) und einen teleomorphes (Hauptfruchtform) Stadium. Die Erreger bilden, in der Nebenfruchtform, Oidien (Sporen) und in der Hauptfruchtform, Chasmothecia (Fruchtkörper) aus. Zusätzliches flüssiges Wasser wirkt sich auf die Genese der Oidien, durch ihren bereits hohen Wassergehalt und Fettgehalt, negativ aus. Durch ein übermäßiges Wasserangebot werden die Oidien irreparabel geschädigt.
Diese Erreger treten an Kürbisgewächsen sowie auf Chicorée, Rosmarin, Salat und Schwarzwurzel auf.

Bedrohung

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Typische Merkmale

An Blättern, Blattstielen sowie Haupt-und Seitentrieben, erscheint kolonienweise, ein oberflächlich unscharf abgegrenzter, weißlicher Pilzrasen mit Oidien (Sporen), der sich später hellbraun verfärbt. Das Pilzgeflecht kann das ganze Blatt erfassen. Vor der Bildung des Mycel an Blättern treten, auf der Oberseite rundliche, im Durchschnitt 1-2 cm große Flecken, die später ineinander fließen, auf. Die Blätter vertrocknen und sterben ab. Das Mycel des Echten Mehltaus verfärbt sich bei niedrigen Temperaturen braun. Selten wird ein Mycel des Pilzes auch auf der Unterseite des Blattes gebildet.
Bei Fortschreiten der Krankheit können die Pilze die Infektion auf Früchte und Stängel ausdehnen.

Lebensweise, Entwicklung

Die Pilze leben auf der Oberfläche des Wirtsblattes und dringen mittels Haustorien in die äußerste Zellschicht ein. Durch die Haustorien werden die Erreger mit Wasser und Nährstoffen versorgt. Es bildet sich ein oberflächliches Mycel, welches Oidien bildet. Die Verbreitung dieser erfolgt durch den Wind. Die Chasmothecien (Fruchtkörper), welche die Ascosporen enthalten, werden erst gegen Ende der Vegetationsperiode gebildet. Der Echte Mehtau überwintert entweder als Mycel in den Knospen der Wirtspflanze, oder mittels Chasmothecien.

Schaden

Die Schadensschwelle, welche durch das Vorkommen des Mycels am Laub gemessen wird, liegt bei Echten Mehltau an Cucurbitaceaen bei einem 25 % Blattbedeckungsgrad.
G. cichoracearum var. cichoracearum findet man hauptsächlich im Freiland.
P. fuliginea kommt vermehrt im Glashaus vor.
Sonniges und trockenes Wetter sind ideale Bedingungen für die Echten Mehltaupilze.

Bekämpfung

Anbau resistenter oder toleranter Sorten. Eine Behandlung mit zugelassenen Fungiziden ist möglich.

Echter Mehltau an Cucurbitaceaen
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Sonniges und trockenes Wetter begünstigen eine Infektion mit dem Erreger.

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Stellenweise Ausbildung eines watteartigen weißen Mycels.

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