Steinbrand bei Weizen
Tilletia caries

Kulturen

Beschreibung

Das Krankheitsbild ist erst ab dem Ährenschieben sicher zu diagnostizieren; vorher zeigen erkrankte Pflanzen lediglich eine etwas stärkere Bestockung. Die Halme bleiben im Längenwachstum zurück; die Ähren können je nach Sorte kürzer oder länger sein als die gesunder Pflanzen oder eine deutlich gespreizte Ährenspindel aufweisen. Befallene Ähren verfärben sich zunächst grau-grün, später bilden sich an Stelle der Körner die Sporenlager in Form von Brandbutten aus.

Bedrohung

3 / 10

Typische Merkmale

Die Brandbutten geben beim Zusammendrücken eine nach Fisch riechende Sporenmasse frei. (=Stinkbrand).

Lebensweise, Entwicklung

Der Steinbrand kommt in allen Weizenanbaugebieten vor und kann zu erheblichen Qualitäts- und Ertragseinbußen führen. Für den Befall sind fast ausschließlich die am Saatgut anhaftenden Sporen verantwortlich. Da die Infektion über das Saatgut erfolgt, ist eine potenzielle Gefahr vor allem bei Verwendung von ungebeiztem Saatgut gegeben. Eine Infektion wäre aber auch vom Boden her möglich. Die Infektion findet bereits während der Keimung des Weizens statt.

Schaden

Mit Brandsporen besetzte Partien können aufgrund der Geschmacksbeeinträchtigung nicht mehr als Mahlweizen verwertet werden; als Saatgut sind sie ebenfalls nicht zugelassen. Das in den Sporen enthaltene Toxin Trimethylamin bewirkt bei der Verwendung als Tierfutter Minderzunahmen.

Bekämpfung

Verwendung von gesundem Saatgut, zeitgerechte und nicht zu dichte und zu tiefe Aussaat, Saat in gut abgesetztes Saatbett, Beizung

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Die befallenen Körner werden zu mit schwarzen Sporen gefüllten „Brandbutten“.

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Die Ähren erscheinen von der Spitze her grau verfärbt und aus den Brandbutten stauben Unmengen von dunklen Pilzporen.

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